Martinsschmaus: das Geheimnis der perfekten Martinsgans

Warum versteckte sich der heilige Martin bei den Gänsen? Der Ursprung des Martinstags

Die Geschichte und Bräuche des Martinstags reichen viele Jahrhunderte zurück und beruhen auf der Legende des heiligen Martin. Er wurde im 4. Jahrhundert in Savaria (heute Szombathely in Ungarn) geboren. Als Soldat teilte er an einem kalten Abend seinen Mantel mit einem Bettler. Danach erschien ihm Jesus im Traum in Gestalt des Bettlers, und Martin entschied sich, statt des Soldatenlebens Gott zu dienen. Als man ihn später zum Bischof weihen wollte, versteckte er sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall. Doch das Schnattern der Gänse verriet ihn, und so wurde er doch zum Bischof gewählt.

Nach der Tradition finden am 11. November die letzten großen Festessen vor dem Advent statt, mit Gänsebraten und jungem Wein. Der heilige Martin wurde in Pannonien schon vor der ungarischen Landnahme verehrt und im Mittelalter zu einem Schutzpatron des Landes.

Rezept: Gänsekeulen zum Martinstag

Zutaten:

  • 4 Gänsekeulen
  • Salz nach Geschmack
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (optional)
  • Thymian, Rosmarin, Majoran, Muskatnuss
  • Gänseschmalz zum Konfieren 

Zubereitung:

  1. Würzen und Marinieren: Am Vortag die Gänsekeulen gut salzen und die Fleischseite mit Thymian, Rosmarin, Majoran und etwas Muskat würzen. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen, damit die Gewürze ins Fleisch einziehen.
  2. Konfieren (langsames Garen in Gänseschmalz):
    • Den Ofen auf 140 °C vorheizen.
    • Die Keulen in eine tiefe Form legen und so viel Gänseschmalz darübergießen, dass sie bedeckt sind.
    • 30 Minuten bei 140 °C garen, dann auf 100–120 °C reduzieren und weitere 2,5–3 Stunden garen. Durch das langsame Garen wird das Fleisch saftig und zart, die Haut fein knusprig.
  3. Ganze Gans braten (optional): Wenn Sie die Gans im Ganzen braten, können Sie die Gewürze auch unter die Haut geben und die Bauchhöhle nach Geschmack füllen (z. B. mit Orange, Apfel, Maronen oder Semmelfüllung). Nicht zu prall füllen, sonst gart die Gans langsamer.
  4. Servieren und Beilagen: Zu den Gänsekeulen passen geschmortes Rotkraut, gestampfte Kartoffeln oder Kartoffelpüree. Auch süßliche Aromen harmonieren gut, etwa ein Salat mit Trockenfrüchten. Ein wenig Balsamico unterstreicht die Aromen.

Tipp: Auch Gänseleber und Grieben sind besondere Köstlichkeiten und eine tolle Ergänzung zum Martinsschmaus!